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20.04.2026

Vorschau 30. Spieltag

Englische Woche: Stuttgarter Kickers wollen Abwärtstrend stoppen

Der 30. Spieltag in der Regionalliga Südwest und damit der zweite Teil der laufenden Englischen Woche wird bereits am Dienstag ab 19 Uhr mit sechs Begegnungen eröffnet. Dabei wollen die Stuttgarter Kickers ihren Negativlauf im Heimspiel gegen die TSG Balingen Fußball stoppen. Die zweite Mannschaft des SC Freiburg tritt zum südbadischen Derby gegen Schlusslicht Bahlinger SC an, in einem Traditionsduell stehen sich der FC 08 Homburg und der SV Eintracht-Trier gegenüber.

Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz erwartet ebenfalls am Dienstag ab 19 Uhr den KSV Hessen Kassel. Der FC Bayern Alzenau gibt seine Visitenkarte beim FC-Astoria Walldorf ab und die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 empfängt den SV Sandhausen.

Am Mittwoch ab 19 Uhr kommt es dann zum absoluten Spitzenspiel zwischen den beiden Titel- und Aufstiegsanwärtern SG Sonnenhof Großaspach und SGV Freiberg Fußball. Die Gastgeber gehen mit drei Punkten und sieben Toren Vorsprung in das Spiel der Woche und könnten mit einem Dreier schon einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Rückkehr in die 3. Liga machen. Mehr als 3.500 Karten wurden bereits verkauft.

Ein hessisches Derby steht ebenfalls am Mittwoch ab 19 Uhr zwischen Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt auf dem Programm. Gleichzeitig hat der TSV Steinbach Haiger Heimrecht gegen den stark abstiegsbedrohten TSV Schott Mainz.

Die Regionalliga Südwest zeigt zusammen mit ihrem Partner LEAGUES alle Spiele live. Die Einnahmen, welche durch das Pay-per-view-Angebot generiert werden, gehen zum Großteil an die direkt beteiligten Vereine. Somit können die User mit dem Kauf eines Live-Stream-Tickets direkt ihren Verein unterstützen!

Alle Highlights der Regionalliga Südwest gibt es kostenlos auf dem Youtube-Kanal der Regionalliga Südwest und auf OneFootball.

Stuttgarter Kickers - TSG Balingen Fußball
Die Stuttgarter Kickers wollen ihr Heimspiel am Dienstag (ab 19 Uhr) gegen die stark abstiegsbedrohte TSG Balingen Fußball als Chance zur Wiedergutmachung nutzen. In der vorherigen Partie bei dem bereits als Absteiger feststehenden Tabellenletzten Bahlinger SC (1:2) waren die Stuttgarter nach den Duellen mit den Spitzenteams SGV Freiberg Fußball (1:2) und FSV Frankfurt (0:3) zum dritten Mal nacheinander leer ausgegangen. "Bei vielen elementaren Dingen im Fußball hatten wir einen ganz schlechten Tag", bemängelte Trainer Marco Wildersinn, der den Verein zum Saisonende verlassen wird. "Wir sind sehr enttäuscht und müssen das schnell aufarbeiten, um am Dienstag komplett anders aufzutreten."
Mit einem Erfolg für die Moral begann die Englische Woche für die TSG Balingen Fußball. Durch einen Treffer kurz vor Schluss wendete die TSG beim 1:1 gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 die vierte Niederlage nacheinander noch ab. "Was die Jungs für eine Mentalität und eine Haltung an den Tag gelegt haben, ist in unserer Situation Gold wert", meint Trainer Murat Isik. "Der Punkt hilft uns zwar tabellarisch nicht entscheidend weiter. Das Unentschieden fühlt sich für uns dennoch wie ein Sieg an." Den Dreier im ersten Duell in dieser Saison holten sich die Stuttgarter Kickers (3:0). Das Wiedersehen verpasst Balingens Angreifer Halim Eroglu wegen einer Gelbsperre.

SC Freiburg II - Bahlinger SC
Schlusslicht Bahlinger SC befindet sich mit dem Nachbarschaftsduell am Dienstag (ab 19 Uhr) bei der zweiten Mannschaft des SC Freiburg in seiner zweiten Englischen Woche in Folge. Nach dem 1:0 im Verbandspokal-Halbfinale von Südbaden beim SC Lahr war der BSC auch im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers (2:1) erfolgreich. "Wir haben eine aufopferungsvolle Leistung abgeliefert", lobte Trainer Marco Schneider. "In den letzten Wochen haben wir es geschafft, eine Stabilität herzustellen. Dabei hatten wir aber noch relativ wenige Aktionen nach vorne. Das wollten wir mit einer zweiten Sturmspitze verändern. Ich glaube, das hat ganz gut funktioniert."
Der Nachwuchs des SC Freiburg nimmt das südbadische Derby mit der Bilanz von drei Siegen am Stück in Angriff. Nach einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung gelang den Freiburgern kurz vor Schluss gegen den KSV Hessen Kassel (3:2) noch der Siegtreffer. "Es war vielleicht ein glücklicher Sieg, aber auch kein ganz unverdienter", meinte Trainer Bernhard Weis. "Nach dem 2:2 hatte ich das Gefühl, jetzt kann es auf beide Seiten kippen. Die Gelb-Rote Karte hat uns sicher geholfen. Kassel wollte den Punkt mitnehmen, wir sind drangeblieben und haben uns dann belohnt." Die volle Ausbeute gelang dem Sport-Club auch im Hinspiel gegen den Bahlinger SC (2:1). Beim erneuten Aufeinandertreffen ist Abwehrspieler David Schopper (fünfte Gelbe Karte) nicht spielberechtigt.

FC 08 Homburg - SV Eintracht-Trier
Nach einem Teilerfolg geht es für den SV Eintracht-Trier am Dienstag (ab 19 Uhr) in der Partie beim FC 08 Homburg weiter. Nach deutlichen Niederlagen gegen die Nachwuchsteams des 1. FSV Mainz 05 (0:5) und des SC Freiburg (1:4) sprang zuletzt zumindest ein 0:0 gegen den FC-Astoria Walldorf heraus. "Unser Blick war erst einmal auf die Defensive gerichtet. Wir haben versucht, leichte Fehler vermieden, weil der Gegner sehr offensivstark ist", so Trainer Thomas Klasen. "Wir schießen leider in den letzten Wochen zu wenige Tore. Nicht zuletzt auch durch einige Verletzungen seit der Winterpause schaffen wir es nicht, in die Automatismen zu kommen." Dadurch rutschten die Trierer auf einen möglichen Abstiegsplatz.
Weniger mit einem Remis zufrieden zeigte sich Roland Seitz, Trainer des FC 08 Homburg, nach dem 1:1 im Verfolgerduell beim FSV Frankfurt. "Beide Mannschaften hätten in der ersten Halbzeit in Führung gehen können", so der 61-Jährige. "Nach der Pause machen wir das Tor und hatten viele Umschaltmomente. Wir hätten den Deckel draufmachen können, schaffen es aber nicht. Wir sind Realisten, dass wir nicht mehr aufsteigen können. Daher tut das Unentschieden nicht so weh. Dennoch hätte ich gerne gewonnen." In der ersten Saisonhälfte unterlagen die Homburger in Trier 0:2. Nun kommt es im heimischen Waldstadion zum Duell mit der Eintracht, dem früheren Verein von Trainer Roland Seitz. Nicht dabei ist Phillipp Steinhart (fünfte Gelbe Karte).

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - KSV Hessen Kassel
Aus der Sicht der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz soll sich am Dienstag (ab 19 Uhr) gegen den KSV Hessen Kassel die aktuelle Heimserie fortsetzen. Die zurückliegenden drei Partien vor eigener Kulisse - darunter auch gegen die weiteren hessischen Rivalen Kickers Offenbach (1:0) und FC Bayern Alzenau (3:1) - konnte das Team von Trainer Daniyel Cimen jeweils für sich entscheiden. Auswärts ging Fulda-Lehnerz dagegen nach dem 1:2 beim TSV Steinbach Haiger auch zuletzt beim SV Sandhausen (0:1) leer aus. Auch im ersten Duell mit Kassel (1:2) klappte es nicht mit etwas Zählbarem.
Beim KSV Hessen Kassel endete mit dem 2:3 gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg zwar die vorherige Serie von fünf Begegnungen ohne Niederlage (13 von 15 möglichen Punkten). Linksverteidiger Tobias Boche sah die Gelb-Rote Karte und muss deshalb in Fulda zuschauen. Eine gute Nachricht gab es für den KSV am Wochenende dennoch: Der Vertrag mit dem in Kassel geborenen 21-jährigen Offensivspieler Emre Böyükata wurde bis 2028 verlängert. "Er steht exemplarisch für den Weg, den wir als Verein gehen wollen: junge, hungrige Spieler entwickeln, ihnen Vertrauen schenken und gemeinsam den nächsten Schritt in Richtung Herrenfußball machen", sagte Sportdirektor Tobias Damm.

FC-Astoria Walldorf - FC Bayern Alzenau
Ein potenzieller Nichtabstiegsplatz - abhängig von der genauen Anzahl an Südwest-Absteigern aus der 3. Liga - ist für den FC Bayern Alzenau bei 14 Punkten Rückstand wohl nur noch theoretisch zu erreichen. Dennoch verfolgt das Team vor dem Spiel am Dienstag (ab 19 Uhr) beim FC-Astoria Walldorf klare Ziele. "Für uns ist es etwas Schönes, in der Regionalliga spielen zu können. Das Kapitel wollen wir auch entsprechend ordentlich zu Ende führen", so das Trainergespann mit Angelo Moro und Kreso Ljubicic. "Unser Ziel ist es, den 15. Rang in der Tabelle zu verteidigen." Dass diese Platzierung zum Klassenverbleib reicht, ist wenige Runden vor dem Saisonende zwar nicht unmöglich, die Chancen stehen aber nicht gut. Dafür müssten nämlich alle Südwest-Klubs in der 3. Liga bleiben. Verzichten muss der FC Bayern auf Abwehrspieler Hamza Boutakhrit (Gelb-Rote Karte).
Der FC-Astoria Walldorf holte am zurückliegenden Wochenende beim SV Eintracht-Trier mit dem 0:0 zumindest einen Teilerfolg. Für den FCA war es das erste Spiel ohne Gegentor seit sechs Versuchen. "Man hat gemerkt, dass zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Dafür haben beide Teams in den letzten Wochen zu viele Gegentore kassiert", sagte Walldorfs Trainer Andreas Schön. "Beide Mannschaften wollten wenig Fehler machen, deswegen gab es nur wenige Torraumszenen. Uns hat die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt, daher können wir mit dem Punkt sehr gut leben." Im ersten Duell mit Alzenau (4:2) klappte es für Walldorf mit dem Toreschießen. Diesmal kann Innenverteidiger Roman Hauk wegen der fünften Gelben Karte nicht mithelfen.

1. FSV Mainz 05 II - SV Sandhausen
Um ein Haar hätte die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 das Heimspiel am Dienstag (ab 19 Uhr) gegen den SV Sandhausen mit einem Sieg im Rücken angehen können. Erst in der Nachspielzeit kassierte der Nachwuchs des Bundesligisten gegen die TSG Balingen Fußball (1:1) den Ausgleich. "Am Ende wurden wir bestraft, weil wir es einerseits nicht geschafft haben, auf 2:0 oder 3:0 zu erhöhen und andererseits in der Schlussphase nicht mehr so viel Druck auf den Ball bekommen haben", analysierte FSV-Trainer Benjamin Hoffmann. "Das war natürlich sehr ärgerlich. Aber jetzt geht es darum, dass wir den Kopf wieder aufrichten und es wieder besser machen."
Dem SV Sandhausen gelang zum Auftakt der Englischen Woche eine Premiere im Jahr 2026. Erstmals seit der Winterpause konnte der ehemalige Zweitligist mit dem 1:0 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nach einem Sieg die volle Ausbeute nachlegen. "Wir müssen jetzt schauen, dass wir die Halbzeiten ausgeglichener gestalten und es schaffen, konsequenter die Null zu halten", betonte Interimstrainer Kevin Stotz. "Dennoch sind wir froh, dass wir zu Null gespielt haben und unseren ersten Heimsieg dieses Jahr einfahren konnten, was sehr wichtig für den Verein und die Fans war, die sich das alle verdient haben. Wir wollen unbedingt noch weitere Siege holen und einige Plätze nach oben klettern."

Kickers Offenbach - FSV Frankfurt
Nach dem Auftakt der Englischen Woche nimmt der FSV Frankfurt auch das Derby am Mittwoch (ab 19 Uhr) bei Kickers Offenbach von Platz vier aus in Angriff. Die Frankfurter verpassten beim 1:1 im direkten Duell die Chance, am punktgleichen FC 08 Homburg vorbeizuziehen. "Ab der 25. Minute hatten wir nicht mehr die Hand auf dem Spiel und gar keine Kontrolle mehr", räumte Trainer Tim Görner ehrlich ein. "Durch den Rückstand mussten wir viel investieren und haben das Spiel dann sehr wild gestaltet. Das 1:1 haben wir ein wenig erzwungen. Danach wollten beide Mannschaften gewinnen."
Kickers Offenbach holte beim TSV Schott Mainz (3:1) zwar erstmals seit dem Hinspiel gegen den FSV Frankfurt (2:1) wieder einen Auswärtssieg. OFC-Cheftrainer Mark Zimmermann wählte aber dennoch klare Worte. "Unter dem Strich bin ich zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen und drei Tore erzielt haben", so der 52-Jährige. "Aber das Ergebnis hat das Spiel in keiner Weise widergespiegelt. So viele Chancen zugelassen zu haben, ist mir als Trainer noch nicht passiert. Da müssen wir uns ganz klar hinterfragen. Wir kommen jetzt in eine Englische Woche, in der wir noch ganz andere Kaliber als Gegner haben. Das müssen wir ganz klar besser machen, sonst nehmen die uns auseinander."

TSV Steinbach Haiger - TSV Schott Mainz
Der TSV Steinbach Haiger hat sich nach dem 3:1 beim Aufstiegsanwärter SGV Freiberg Fußball und vor dem Heimspiel am Mittwoch (ab 19 Uhr) gegen den TSV Schott Mainz personell breiter aufgestellt. Joseph Laumann (42) ist als Sportdirektor nun für die Kaderplanung verantwortlich und soll zentrale Schnittstelle zwischen Mannschaft, Trainerteam und Vereinsführung sein. "Ich denke, dass hier sehr viel Potential vorhanden ist und möchte nun helfen Strukturen, zu schaffen, damit sich die sportliche Gesamt-Performance verbessert und wir Schritte nach vorne machen", so Laumann.
Für den TSV Schott Mainz soll gegen einen weiteren hessischen Ligakonkurrenten eine Negativserie enden. Gegen Kickers Offenbach (1:3) gingen die Mainzer zum dritten Mal nacheinander leer aus. "Die Jungs haben den Matchplan super umgesetzt - bis auf die Chancenverwertung", sagte Trainer Samuel Horozovic. "Vom Ergebnis sind wir daher schon enttäuscht. Von der Art, wie wir das Spiel angehen wollten, sind wir eigentlich zufrieden. Wir müssen schauen, dass wir das schnell abhaken und unsere Torchancen besser verwerten." Im Hinspiel unterlag der TSV Schott dem TSV Steinbach Haiger 1:4.

Text: MSPW



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