Vorschau 9. Spieltag

23.09.2026

Credit: IMAGO / foto2press

Nachbarschaftsduell in Walldorf - Topspiel in Heilbronn

In den drei höchsten deutschen Spielklassen ruht während der Länderspielpause der Ball, nicht aber in der Regionalliga Südwest. Der 9. Spieltag geht mit vorerst sieben Partien über die Bühne. Den Auftakt macht am Freitag (ab 19 Uhr) das Nachbarschaftsduell zwischen dem FC-Astoria Walldorf und dem SV Sandhausen.

Die übrigen sechs Begegnungen finden am Samstag ab 14 Uhr statt. Im Topspiel der Woche bekommt es dabei der zweitplatzierte SGV Heilbronn-Freiberg mit dem direkten Verfolger Stuttgarter Kickers zu tun. Schlusslicht SSV Ulm 1846 Fußball steht dem SV Eintracht-Trier gegenüber. Der seit vier Partien unbesiegte FC 08 Homburg tritt beim TSV Steinbach Haiger an.

Der KSV Hessen Kassel bekommt es ebenfalls am Samstag ab 14 Uhr mit der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 zu tun. Aufsteiger VfR Aalen ist beim Spitzenreiter Kickers Offenbach gefordert und der formstarke Liganeuling VfR Mannheim hat Heimrecht gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.

Die ursprünglich ebenfalls für dieses Wochenende angesetzten Duelle zwischen Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern II und dem FSV Frankfurt sowie zwischen den zweiten Mannschaften des SC Freiburg und von Eintracht Frankfurt finden aufgrund der Abstellung von deutschen Junioren-Nationalspielern erst zu einem späteren Zeitpunkt statt.

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FC-Astoria Walldorf - SV Sandhausen

Im zweiten Kurpfalz-Derby nacheinander strebt der FC-Astoria Walldorf am Freitag (ab 19 Uhr) vor eigenem Publikum gegen den SV Sandhausen eine Trendwende an. Sowohl beim TSV Steinbach Haiger (1:2) als auch zuletzt gegen den VfR Mannheim (2:3) musste sich der FCA jeweils erst in der Schlussphase knapp geschlagen geben. "Wir hatten die große Möglichkeit zum Siegtreffer, leider konnten wir diese nicht nutzen", bedauerte Trainer Andreas Schön. "Der VfR ist eine richtig gute Mannschaft und das haben sie gezeigt."

Der SV Sandhausen ist auch nach drei Spielen unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski (fünf Punkte) noch unbesiegt. Gegen Schlusslicht SSV Ulm 1846 Fußball (2:2) reichten dem SVS allerdings gleich zwei Führungen nicht für die volle Ausbeute. "Wir haben zwar gute Phasen, aber auch immer wieder Phasen, in denen wir das Spiel aus der Hand gegeben haben", so Kauczinski. "Für uns wird es in den nächsten Spielen darum gehen, stabil zu sein und die kleinen Momente zu unseren Gunsten zu nutzen."

SSV Ulm 1846 Fußball - SV Eintracht-Trier

Der SSV Ulm 1846 Fußball wartet vor dem Heimspiel am Samstag (ab 14 Uhr) gegen den SV Eintracht-Trier zwar weiterhin auf den ersten Sieg. In der Partie beim SV Sandhausen (2:2) meldete sich das Schlusslicht aber zweimal nach einem Rückstand zurück. "Jeder Punkt hilft uns in unserer Situation weiter. Es ist wichtig, dass wir Widerstandsfähigkeit zeigen", so Innenverteidiger Marcel Seegert. "Man sieht, die Mannschaft lebt und will aus dieser Situation gemeinsam herauskommen."

Der SV Eintracht-Trier befindet sich mit Rang sechs in einer deutlich komfortableren Position. Gegen Tabellenführer Kickers Offenbach (1:3) verpasste es das Team von Trainer Thomas Klasen allerdings, sogar noch besser dazustehen. "Es ist sehr schade, dass wir nicht in Führung gegangen sind", befand der 43-Jährige. "Wir haben einen enormen Aufwand betrieben, wurden aber zu wenig dafür belohnt. Das ist dann der Unterschied, warum der OFC nun sechs Punkte mehr hat. Jetzt warten mit Ulm und Walldorf zwei für mich wichtigere Spiele gegen Teams, die wir auf Distanz halten müssen."

SGV Heilbronn-Freiberg - Stuttgarter Kickers (Topspiel der Woche)

Der aktuelle Vizemeister SGV Heilbronn-Freiberg will am Samstag (ab 14 Uhr) im Topspiel der Woche gegen die Stuttgarter Kickers den Druck auf Tabellenführer Kickers Offenbach hochhalten. Das Tem von Trainer Kushtrim Lushtaku liegt dank des 3:2-Auswärtserfolges beim VfR Aalen, bei dem ein Zwei-Tore-Rückstand in der Schlussphase noch gedreht werden konnte, weiterhin nur einen Zähler hinter der Spitze zurück. "Durch die Nähe zwischen beiden Vereinen geht es nicht allein um die Punkte. Die Rivalität ist schon noch ein wenig größer als bei Spielen gegen andere Ligakonkurrenten", sagte Torjäger Marlon Mustapha vor dem Württemberg-Duell im Interview der Woche. "Genau solche Spiele mag ich besonders." Neuzugang Mustapha erzielte im Verbandspokal beim 1. FC Normannia Gmünd (2:0) in seinem vierten Pflichtspieleinsatz schon das vierte Tor.

Die Formkurve der Stuttgarter Kickers zeigte in den zurückliegenden Spielen nach oben. Nach dem 2:1 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz konnte das Team von Trainer Holger Bachthaler ein 1:0 beim FSV Frankfurt nachlegen und mischt damit weiter in der Spitzengruppe mit. "In einem bis dahin sehr chancenarmen Spiel sind wir zum richtigen Zeitpunkt in Führung gegangen", so Bachthaler. "Weil uns dann der zweite Treffer nicht gelungen ist, mussten wir hintenraus sehr viel investieren. Wir hatten dann das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Entsprechend sind wir froh und glücklich über den eminent wichtigen Sieg bei einem sehr guten Gegner." Im zweiten Auswärtsspiel nacheinander wollen die Kickers daran in Heilbronn anknüpfen.

TSV Steinbach Haiger - FC 08 Homburg

Der TSV Steinbach Haiger trifft am Samstag (ab 14 Uhr) auf den FC 08 Homburg und will dabei erneut seine Heimstärke untermauern. Gleich sieben ihrer neun Zähler in dieser Saison holten die Hessen vor eigenem Publikum. Auf fremden Plätzen läuft es dagegen weniger gut. Bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt (0:1) kassierten die Mittelhessen die dritte Auswärtsniederlage am Stück. "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und das Geschehen eigentlich über weite Strecken dominiert", sagte Trainer Hüsni Tahiri zum Auftritt in der Mainmetropole. "Die zweite Halbzeit war dann das totale Gegenteil. Wir hatten nicht mehr die Intensität und damit nicht die Grundvoraussetzung erfüllt. Das war bitter und enttäuschend", so Tahiri. Die Auswärtsaufgabe im Verbandspokal löste der TSV Steinbach Haiger dagegen mit einem 6:0 bei Germania 06 Dörnigheim, Spitzenreiter in der siebtklassigen Gruppenliga Frankfurt Ost.

Der FC 08 Homburg nimmt die Partie in Haiger mit der Bilanz von vier Partien ohne Niederlage in Angriff. Beim 2:2 gegen den KSV Hessen Kassel verpassten die Saarländer erst durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit den dritten Sieg in Serie. "Wir haben erneut einen Rückstand gedreht und waren auf der Siegerstraße, haben es aber leider verpasst, im Umschaltspiel mit dem dritten Tor den Deckel draufzumachen", so Trainer Roland Seitz. "Das tut weh, aber wir werden auch diesmal wieder aufstehen." Dafür steht mit Manuel Feil nun ein weiterer Spieler zur Verfügung. Der 31-Jährige war bis zum zurückliegenden Sommer insgesamt acht Jahre lang für die SV 07 Elversberg am Ball war und dabei die Aufstiege von der Regionalliga Südwest bis in die Bundesliga miterlebte.

KSV Hessen Kassel - 1. FSV Mainz 05 II

Der KSV Hessen Kassel will am Samstag (ab 14 Uhr) im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 seine positive Bilanz im Auestadion weiter ausbauen. In den vier Partien zu Hause sammelten die Hessen neun ihrer insgesamt zehn Punkte. Den ersten Auswärtszähler holte der KSV in der zurückliegenden Partie beim FC 08 Homburg (2:2). "Für uns fühlte es sich erst einmal wie ein Sieg an", meinte Trainer René Klingbeil angesichts des späten Ausgleichs in der Nachspielzeit. "Mit der Art und Weise, wie beide Teams aufgetreten sind, werden sie noch viele Punkte holen. Man sieht einfach, wie eng die Spiele in der Regionalliga Südwest sind. Du musst immer an die Grenze gehen."

Noch ohne jegliches Remis ist die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05. Das Nachwuchsteam des Bundesligisten kommt insgesamt auf zwei Siege und sechs Niederlagen, ging am zurückliegenden Spieltag gegen die U 21 des 1. FC Kaiserslautern (0:1) zum dritten Mal am Stück leer aus. "Fußball ist am Ende ein Ergebnissport", sagte Trainer Benjamin Hoffmann. "Wir müssen einfach unsere Chancen nutzen." Neben dem nun gesperrten Mats Preßler (Gelb-Rote Karte) fehlt auch der für die A-Nationalmannschaft von Luxemburg nominierte Jayson Videira.

Kickers Offenbach - VfR Aalen

Der VfR Aalen nimmt am Samstag (ab 14 Uhr) in der Partie beim Tabellenführer Kickers Offenbach Anlauf für die nächste Serie ohne Niederlage. Gegen den SGV Heilbronn-Freiberg (2:3) war der gut gestartete Aufsteiger erstmals seit vier Begegnungen (zehn von zwölf möglichen Punkten) wieder leer ausgegangen. Den Aufstiegsanwärter hatte der VfR allerdings zwischenzeitlich am Rande einer Niederlage, nachdem Jascha Döringer und Gianluca Gaudino die Aalener 2:0 in Führung gebracht hatten. In der Schlussphase gab der Aufsteiger die Partie aber noch aus der Hand.

Nach dem Ende einer Erfolgsbilanz wieder in die Spur gefunden hat bereits Kickers Offenbach. Im Anschluss an die erste Saisonniederlage (1:2 beim KSV Hessen Kassel) meldete sich der OFC mit dem 3:1 beim SV Eintracht-Trier zurück und verteidigte die Tabellenführung. "Ich denke, dass die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind", erklärte Kickers-Trainer Mark Zimmermann. "Es war ein sehr rassiges, sehr intensives Spiel. Wir waren sehr effizient. Die Führung hat uns Selbstvertrauen gegeben. In der zweiten Halbzeit haben wir extrem gelitten. Mit dem Tor zum 1:3 war es nur noch eine einzige Verteidigungsschlacht. Den Sieg haben wir sehr glücklich geholt."

VfR Mannheim - SG Barockstadt Fulda-Lehnerz

Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz kämpft vor dem Auswärtsspiel am Samstag (ab 14 Uhr) beim VfR Mannheim weiterhin gegen eine Niederlagenserie an. Gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg (2:3) gingen die Hessen nicht nur zum vierten Mal nacheinander als Verlierer vom Spielfeld. Zum dritten Mal in Folge reichte auch eine Führung - dieses Mal lag die SG sogar zweimal vorne - nicht zu etwas Zählbarem. "Wir drehen uns da gerade im Kreis", bedauert SG-Trainer Daniyel Cimen. "In diesem Jahr ist die Qualität so hoch und die Liga so ausgeglichen, dass die Fehler bei uns momentan enorm bestraft werden. Wir werden weitermachen und versuchen, diese Dinge anzupassen."

Für den VfR Mannheim soll nach dem zweiten Saisonsieg nun auch vor heimischem Publikum erstmals die volle Ausbeute her. Zuletzt gewann der Liganeuling durch einen Treffer kurz vor Schluss beim FC-Astoria Walldorf 3:2. "Zu Beginn der zweiten Halbzeit mussten wir richtig leiden. Dennoch hatten wir einige gute Torchancen und hätten die Partie früher für uns entscheiden können", urteilte Trainer Marcel Abele, dessen Team nun seit sechs Begegnungen (zehn Punkte) unbesiegt ist und in dieser Saison überhaupt erst eine Niederlage (1:2 gegen den SV Eintracht-Trier) hinnehmen mussten.

Text: MSPW