Vorschau 6. Spieltag
07.09.2026

Credit: SV Sandhausen
Sandhausen: Kauczinski gibt Debüt gegen Heilbronn-Freiberg
Die Teams der Regionalliga Südwest haben nur kurz Zeit zum Durchschnaufen. Mit dem 6. Spieltag wird die erste Englische Woche der Saison 2026/2027 in den kommenden Tagen fortgesetzt. Im Topspiel der Woche stehen sich am Dienstag (ab 19 Uhr) der VfR Aalen und der SSV Ulm 1846 Fußball in einem Traditionsduell gegenüber. Jeweils zu Aufeinandertreffen zweier hessischer Rivalen kommt es gleichzeitig zwischen dem FSV Frankfurt und dem KSV Hessen Kassel sowie zwischen Spitzenreiter Kickers Offenbach und dem TSV Steinbach Haiger.
Markus Kauczinski gibt ebenfalls am Dienstag ab 19 Uhr sein Debüt als neuer Trainer des SV Sandhausen im Heimspiel gegen Vizemeister SGV Heilbronn-Freiberg. Der FC-Astoria Walldorf hat Heimrecht gegen die Stuttgarter Kickers und der SV Eintracht-Trier erwartet die zweite Mannschaft des SC Freiburg im Moselstadion.
Am Mittwoch ab 19 Uhr werden die drei weiteren Partien ausgetragen. Der FC 08 Homburg empfängt die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Die Reihe an hessischen Vergleichen setzt sich zwischen der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz und Eintracht Frankfurt II fort, während der VfR Mannheim beim Nachwuchs des 1. FSV Mainz 05 den ersten Sieg anstrebt.
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FSV Frankfurt - KSV Hessen Kassel
Nach dem Ende des Abwärtstrends will der KSV Hessen Kassel auch am Dienstag (ab 19 Uhr) beim FSV Frankfurt wieder punkten. Das Team von Trainer René Klingbeil holte gegen den SV Sandhausen (5:2) im vierten Anlauf wieder etwas Zählbares - obwohl der KSV erneut in Rückstand geraten war. "Wir haben einfach weitergemacht", erklärt Kassels Abwehrspieler Nael Najjar. "Auch vom 2:2-Ausgleich haben wir uns nicht unterkriegen lassen. Nach dem 3:2 war für mich klar, dass wir das Spiel auf unsere Seite ziehen. Es war eine rundum gelungene Mannschaftsleistung."
Der FSV Frankfurt ist zum zweiten Mal nacheinander zu Hause gegen einen hessischen Rivalen im Einsatz. Gegen Tabellenführer Kickers Offenbach sprang ein 1:1 heraus. "Wir sind am Anfang etwas schwer reingekommen", sagte FSV-Torschütze Ismail Harnafi. "In der zweiten Halbzeit haben wir das Ruder aber auf unsere Seite gedreht. Es war dann nur eine Frage der Zeit, bis wir den Ausgleich erzielen. Es war sogar noch mehr drin. Dennoch sind wir froh, zumindest den Punkt geholt zu haben. Wir müssen das als Lerneffekt nehmen und uns beim nächsten Mal belohnen."
FC-Astoria Walldorf - Stuttgarter Kickers
Den Stuttgarter Kickers bietet sich schon am Dienstag (ab 19 Uhr) beim FC-Astoria Walldorf die Möglichkeit, zurück in die Spur zu finden. Das Team von Trainer Holger Bachthaler konnte im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 (1:2) erstmals nichts Zählbares einfahren. "Wir hatten noch die eine oder andere Gelegenheit, um das zweite Tor zu erzielen", meinte der Chefcoach. "Aber unter dem Strich hatten wir es auch nicht verdient. Daher sind wir über die Leistung in der ersten Halbzeit und über das Ergebnis enttäuscht."
Beim FC-Astoria Walldorf wächst das Punktekonto derzeit langsam, aber stetig an. Das 1:1 bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt war das zweite Remis nacheinander. "Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben uns mit der 1:0-Führung belohnt", befand Trainer Andreas Schön. "Nach der Pause waren wir nicht mehr zwingend genug. Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung. Jetzt richtet sich unser voller Fokus auf das Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers."
SV Eintracht-Trier - SC Freiburg II
Als eines von nur noch drei Teams, die bislang keine Niederlage hinnehmen mussten, ist die zweite Mannschaft des SC Freiburg am Dienstag (ab 19 Uhr) beim SV Eintracht-Trier zu Gast. Die Auswärtsfahrt treten die Breisgauer mit dem zweiten Saisonsieg gegen den TSV Steinbach Haiger (4:3) im Gepäck an. Dabei lag der Sportclub-Nachwuchs trotz einer Zwei-Tore-Führung sogar zwischenzeitlich zurück. " Es war ein wilder Ritt und für die Zuschauer sicher ein tolles Spiel mit sieben Toren", meinte Freiburgs Trainer Bernhard Weis. "Wir freuen uns natürlich, dass wir auch nach fünf Spielen noch ungeschlagen und mit einem Erfolgserlebnis in die Englische Woche gestartet sind."
Der SV Eintracht-Trier muss in seinem Heimspiel auf gleich zwei gesperrte Spieler verzichten. Innenverteidiger und Kapitän Christopher Spang kassierte beim 0:2 bei Aufsteiger VfR Aalen wegen einer Notbremse die Rote Karte. Einige Minuten später sah der eingewechselte Außenverteidiger Jannis Held auch noch "Gelb-Rot". Das Duo war bislang in allen fünf Partien, in denen die Trierer neun Punkte sammeln konnten, zum Einsatz gekommen.
Kickers Offenbach - TSV Steinbach Haiger
Für Kickers Offenbach geht nicht nur die Englische Woche in die zweite Runde. Der OFC bestreitet am Dienstag (ab 19 Uhr) gegen den TSV Steinbach Haiger auch das zweite von drei hessischen Duellen nacheinander. Zum Auftakt klappte es beim FSV Frankfurt (1:1) erstmals nicht mit einem Sieg. "So einen Lauf willst du nicht hergeben, das ist klar", sagte OFC-Mittelfeldspieler Robin Krauße mit Blick auf vorherigen vier Siege an den ersten vier Spieltagen. "Für drei Punkte war es diesmal etwas zu wenig. Dennoch bleiben wir ungeschlagen und nehmen es so, wie es ist."
Eine unfreiwillige Premiere erlebte auch der TSV Steinbach Haiger am zurückliegenden Spieltag. Das Team von Trainer Hüsni Tahiri kassierte beim SC Freiburg II (3:4) die erste Saisonniederlage - obwohl der TSV einen 0:2-Rückstand zwischenzeitlich in ein 3:2 drehen konnte. "Meiner Meinung nach sollten drei Tore eigentlich reichen, um aus Freiburg etwas mitzunehmen. Das haben wir aber nicht geschafft und das müssen wir so akzeptieren", sagte Hüsni Tahiri. "Schon am Dienstag geht es in Offenbach wieder weiter. Wir müssen die Fehler abstellen und dann bin ich auch davon überzeugt, dass wir Tore machen."
VfR Aalen - SSV Ulm 1846 Fußball (Topspiel der Woche)
Thomas Geyer, Innenverteidiger beim VfR Aalen, trifft im Topspiel der Woche am Dienstag (ab 19 Uhr) im Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 Fußball auf seinen Ex-Klub, mit dem er den Durchmarsch von der Regionalliga Südwest bis in die 2. Bundesliga geschafft hatte. "Der SSV hatte sich den Saisonstart sicherlich ein wenig anders vorgestellt", so der 35-Jährige im Interview der Woche. "Nach dem erneuten Abstieg gab es aber wieder einen großen Umbruch im Kader, dazu auch einen neuen Trainer. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Team noch finden muss. Dennoch bin ich überzeugt, dass der SSV sehr viel Qualität auf den Platz bringen kann und auf Dauer auch deutlich erfolgreicher spielen wird. Nur bei uns muss das noch nicht sein." Mit seinem Team will Geyer an die zuletzt gezeigten Leistungen bei den ersten beiden Siegen in Mainz (3:1) und gegen Trier (2:0) anknüpfen.
Der SSV Ulm 1846 Fußball ist vor dem Gastspiel in Aalen zwar weiterhin sieglos. Zuletzt trotzte der ehemalige Bundesligist aber dem Vizemeister und Tabellenzweiten SGV Freiberg-Heilbronn ein 4:4 ab und meldete sich dabei nach einem Zwei-Tore-Rückstand zurück. "Wenn die Jungs begreifen, einfach mal von Anfang an mit dieser Energie und mit diesem Selbstbewusstsein aufzutreten, dann ist es nur eine Frage der Zeit, dass wir den Dreier holen", so Trainer Daniel Jungwirth.
SV Sandhausen - SGV Heilbronn-Freiberg
Die Englische Woche geht für den SV Sandhausen am Dienstag (ab 19 Uhr) gegen den SGV Heilbronn-Freiberg in einer veränderten personellen Besetzung weiter. Nach dem 2:5 beim KSV Hessen Kassel gab der ehemalige Zweitligist die Trennung von Trainer Kevin Stotz bekannt. Mit Markus Kauczinski wurde bereits der Nachfolger verpflichtet. "Wir wollen schnell wieder Sicherheit in unser Spiel bekommen und als Team enger zusammenrücken", so der 56-Jährige der bis Juni beim TSV 1860 München in der 3. Liga an der Seitenlinie stand, vor seinem Debüt als SVS-Trainer. "Dafür braucht es klare Aufgaben, harte Arbeit und die Bereitschaft, füreinander einzustehen. Entscheidend ist, dass wir nach Rückschlägen gemeinsam reagieren und uns auf die nächste Aufgabe konzentrieren."
Aus der Sicht des SGV Heilbronn-Freiberg war im ersten von drei Spielen innerhalb von acht Tagen mehr möglich als das 4:4 beim SSV Ulm 1846 Fußball. "Wie wir mit unseren Chancen umgehen, ist nicht gut", haderte Trainer Kushtrim Lushtaku mit dem Spielverlauf nach einer 2:0- und einer 3:1-Führung. "Jede Kleinigkeit, jeder Fehler hat den Gegner stark gemacht und das Publikum geweckt. Das hat letztlich zu dem großen Ganzen geführt." Ab sofort kann der SGV-Trainer auf eine zusätzliche Alternative zurückgreifen. Mit Merveille Biankadi (31) wurde ein Offensivspieler verpflichtet, der zuletzt noch mit dem FC Energie Cottbus in die 2. Bundesliga aufgestiegen war und schon 227 Einsätze in der 3. Liga bestritten hat. "Ich möchte den Jungs sowohl auf als auch neben dem Platz mit meiner Erfahrung weiterhelfen und freue mich darauf, meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beizutragen", so Biankadi.
FC 08 Homburg - 1. FC Kaiserslautern II
Roland Seitz, Trainer des FC 08 Homburg, muss im Heimspiel am Mittwoch (ab 19 Uhr) ohne Michael Heilig planen. Der Innenverteidiger handelte sich in der Partie beim VfR Mannheim (1:1) wegen einer Notbremse die Rote Karte ein und fehlt nun gesperrt. In allen bisherigen Partien gehörte der 28-Jährige zur Startelf der Saarländer.
Die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern kann die Aufgabe in Homburg mit dem Schwung des ersten Saisonsieges in Angriff nehmen. Nach vier vergeblichen Anläufen gewann der Nachwuchs des Zweitligisten 1:0 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. "Gerade nach der deutlichen Niederlage in Offenbach hat man schon noch manchmal gemerkt, dass wir nach der Führung phasenweise zu stark in den Verteidigungsmodus geschaltet haben", so FCK-Trainer Alexander Bugera. "Daher bin ich sehr froh über den ersten Sieg, mit dem wir auch tabellarisch wieder Anschluss gefunden haben. Das war enorm wichtig für uns, bevor es schon am Mittwoch in Homburg weitergeht."
SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - Eintracht Frankfurt II
Für Daniyel Cimen, Cheftrainer der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, steht am Mittwoch (ab 19 Uhr) gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt das erste Heimspiel auf dem Programm, bei dem er nicht von Marcel Niesner als Assistenten unterstützt wird. Der 34-Jährige hat den Verein verlassen, um Cheftrainer beim abstiegsbedrohten FC Giessen in der Hessenliga zu werden. Von eben jenem Klub war Niesner im Sommer 2025 Cimen zur SG Barockstadt gefolgt. Für Cimen gibt es gegen die Eintracht ein Wiedersehen mit seinem langjährigen Verein. Er war als Spieler in der Nachwuchsabteilung des Bundesligisten ausgebildet worden und war lange Zeit für die Profis sowie schließlich auch für die zweite Mannschaft am Ball. Verzichten muss der SG-Trainer gegen seinen früheren Verein auf Mittelfeldspieler Roko Ivankovic (Gelb-Rote Karte).
Hinter der Eintracht liegt das zweite Spiel, in dem der Aufsteiger punkten konnte. Gegen den FC-Astoria Walldorf stand am Ende ein 1:1 zu Buche. "Wir wollen da ansetzen, wo wir nach den ersten 15, 20 Minuten aufgetreten sind", sagt Trainer Patrick Glöckner. "Auch in der zweiten Halbzeit war viel Gutes dabei. Wir sind immer positiv und darauf bedacht, die Jungs in dem Tempo, dass sie gehen können, bei den Entwicklungsschritten zu begleiten. Daher wollen wir auch in der Englischen Woche schauen, dass wir ins Punkten kommen."
1. FSV Mainz 05 II - VfR Mannheim
Mit der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 und dem VfR Mannheim stehen sich am Mittwoch (ab 19 Uhr) zwei Teams gegenüber, die sich von der unteren Tabellenregion absetzen wollen. Einen ersten Schritt dazu machten die Mainzer mit dem 2:1 bei den bis dahin unbesiegten Stuttgarter Kickers. "Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit defensiv sehr gut gestanden und aus dieser defensiven Stabilität heraus Selbstvertrauen bekommen, weshalb wir dann auch mit dem Ball aktiv waren und viele gute Aktionen hatten", lobte FSV-Trainer Benjamin Hoffmann.
Der VfR Mannheim unternimmt in Mainz bereits den sechsten Versuch, um den ersten Sieg in der neuen Spielklasse einzufahren. Gleichzeitig ist das Team von Trainer Marcel Abele aber auch sehr schwer zu bezwingen. Die bislang einzige Niederlage kassierte der VfR gegen den SV Eintracht-Trier (1:2). Das jüngste 1:1 gegen den FC 08 Homburg war schon das vierte Unentschieden. In Mainz steht Christian Kuhn letztmals rotgesperrt nicht zur Verfügung. Auch Mehdi Hetemaj, der nach dem Abpfiff gegen Homburg die Rote Karte gesehen hatte, darf nicht eingesetzt werden.
Text: MSPW
