Vorschau 2. Spieltag
12.08.2026

Credit: IMAGO / Lucca Fundel
Ulm empfängt OFC zum Topspiel - Duell der Auftaktsieger in Heilbronn
Nach dem offiziellen Eröffnungsspiel der Saison 2026/2027 (2:4 bei den Stuttgarter Kickers) leitet der SSV Ulm 1846 Fußball auch den 2. Spieltag der Regionalliga Südwest ein. Zum Auftakt der Runde ist Kickers Offenbach am Freitag (ab 19 Uhr) zum Topspiel der Woche bei den Ulmer "Spatzen" im Donaustadion zu Gast.
Fünf Begegnungen der Runde gehen am Samstag ab 14 Uhr über die Bühne. Dabei stehen sich mit dem SGV Heilbronn-Freiberg und dem FC 08 Homburg auch zwei Auftaktsieger im direkten Duell gegenüber. Der TSV Steinbach Haiger trifft nach dem 2:2 beim TSV Steinbach Haiger mit dem VfR Aalen erneut auf einen ehemaligen Zweitligisten.
Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hat ebenfalls am Samstag ab 14 Uhr den SV Sandhausen zu Gast. Für den FC-Astoria Walldorf und den 1. FC Kaiserslautern II geht es im direkten Duell jeweils um die ersten Zähler der neuen Saison, während die gut gestarteten Stuttgarter Kickers bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Frankfurt antreten.
Abgerundet wird das Wochenende von drei Spielen am Sonntag ab 14 Uhr. Die Nachwuchsteams des 1. FSV Mainz 05 (gegen den FSV Frankfurt) und des SC Freiburg (gegen den KSV Hessen Kassel) haben dabei jeweils Heimrecht. Liganeuling VfR Mannheim bestreitet gleichzeitig seine erste Begegnung vor heimischer Kulisse in der Regionalliga Südwest gegen den SV Eintracht-Trier.
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SSV Ulm 1846 Fußball - Kickers Offenbach (Topspiel der Woche)
Daniel Jungwirth, neuer Trainer beim SSV Ulm 1846 Fußball, muss am Freitag (ab 19 Uhr) bei seiner Heimpremiere im Donaustadion gegen Kickers Offenbach ohne Per Lockl planen. Der Mittelfeldspieler hatte sich in der Partie bei seinem Ex-Klub Stuttgarter Kickers (2:4) die Gelb-Rote Karte eingehandelt und fehlt nun im Topspiel der Woche gesperrt. "Am Ende war der Platzverweis der Knackpunkt des Spiels. Das war nicht clever von mir, das habe ich auch der Mannschaft gesagt", zeigte sich Lockl selbstkritisch. "In der ersten Halbzeit haben wir etwas gebraucht. Nach der Halbzeit haben wir jedoch das 1:0 erzwungen. Wenn wir mit elf Mann spielen, gewinnen wir es, glaube ich. Die Art und Weise stimmt mich aber positiv."
Den kommenden Gegner aus Ulm kennt Maximilian Wolfram, Offensivspieler von Kickers Offenbach, noch aus der vergangenen Spielzeit, als er mit dem TSV 1860 München in der 3. Liga auf die Ulmer getroffen war. "Das Team muss jetzt in der Regionalliga erst einmal ankommen. Ich weiß aber, dass der SSV zu Hause eine enorme Wucht entwickeln kann", so der 29-Jährige im Interview der Woche. "Wir müssen alles reinwerfen und in den Zweikämpfen zu 100 Prozent präsent sein. Dann kann es ein cooles und sehr spannendes Spiel werden", meint Wolfram.
SGV Heilbronn-Freiberg - FC 08 Homburg
Mit dem SGV Heilbronn-Freiberg und dem FC 08 Homburg stehen sich am Samstag (ab 14 Uhr) zwei Sieger vom 1. Spieltag im direkten Duell gegenüber. Die Gastgeber hatten bei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern II (5:0) den höchsten Sieg eingefahren und deshalb als erstes Team die Tabellenführung übernommen. "In der zweiten Halbzeit hat unsere Intensität, auch aufgrund der hohen Temperaturen, etwas nachgelassen. Aber wir haben sehr gut verteidigt und gefühlt keine einzige Torchance zugelassen. Dazu waren wir sehr effektiv", lautete das Urteil von Trainer Kushtrim Lushtaku. Unter der Woche löste der SGV auch die Aufgabe im Verbandspokal beim Oberligisten TSG Backnang (4:1) erfolgreich.
Der FC 08 Homburg behauptete sich zum Saisonauftakt 2:1 gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05. Dabei drehten die Saarländer einen zwischenzeitlichen Rückstand. "Wir haben einen sehr guten Teamspirit, das hat sich erneut bestätigt", meinte Trainer Roland Seitz. "Das ist ein wunderschönes Zeichen für das Trainerteam, die Fans und alle Beteiligten. Ich hoffe, dass uns Rückschläge weiterhin nicht umwerfen und wir positiv bleiben. Das war ein Sieg des Willens."
TSV Steinbach Haiger - VfR Aalen
Der TSV Steinbach Haiger bekommt es am Samstag (ab 14 Uhr) gegen den VfR Aalen zum zweiten Mal nacheinander mit einem ehemaligen Zweitligisten zu tun. Zum Auftakt hatte das Team von Trainer Hüsni Tahiri ein 2:2 beim Titelaspiranten SV Sandhausen erreicht. "Im ersten Spiel gegen einen solchen Gegner eine so ordentliche Leistung abzurufen, dafür hat die Mannschaft größten Respekt verdient. Wir nehmen gerne den Punkt mit", befand der 43-Jährige. Im ersten Heimspiel der neuen Saison muss Mittelfeldspieler Ole Käuper nach seiner Roten Karte in Sandhausen aussetzen.
Die volle Ausbeute im ersten Spiel verpasste auch der VfR Aalen nur knapp. Gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg stand für den Aufsteiger am Ende ein 1:1 zu Buche. Bitter für den VfR: Yunus Emre Kahriman schoss in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter über das Tor und verpasste so den möglichen Siegtreffer.
SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - SV Sandhausen
Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nimmt erstmals seit ihrer Premieren-Saison in der Regionalliga Südwest (2022/2023) die zweite Partie mit der vollen Ausbeute im Rücken in Angriff. Vor dem Heimspiel am Samstag (ab 14 Uhr) gegen den SV Sandhausen gewann das Team von Trainer Daniyel Cimen die Auftaktpartie beim SV Eintracht-Trier 1:0. Der erst kurz zuvor vom Drittligisten Alemannia Aachen ausgeliehene Angreifer Emmanuel Elekwa gab dabei als Einwechselspieler sein Debüt.
Beim SV Sandhausen haben die Spieler und Verantwortlichen nach dem 2:2 gegen den TSV Steinbach Haiger noch Luft nach oben ausgemacht. "Wir haben nie aufgegeben und am Ende den Punkt geholt. Dennoch wissen wir, dass wir einige Dinge verbessern müssen, vor allem defensiv", meint Torschütze Stefan Maderer. "Es kann nicht sein, dass wir so einfache Gegentore bekommen. Für uns ist es jetzt wichtig, hinten erst einmal die Null zu halten. Dann wird es auch insgesamt leichter für uns." Mittelfeldspieler Arianit Ferati fehlt in Fulda aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre.
FC-Astoria Walldorf - 1. FC Kaiserslautern II
Obwohl es keine Punkte gab, will der FC-Astoria Walldorf die positiven Aspekte des Saisonstarts mit in das Heimspiel am Samstag (ab 14 Uhr) gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern nehmen. In der Partie bei Kickers Offenbach (1:2) war das Team von Trainer Andreas Schön erst durch einen späten Treffer unterlegen. "Es war fußballerisch ein ordentlicher Auftritt von uns, wir haben immer wieder gute Lösungen gefunden", erklärte der Astoria-Trainer. "Am Ende war Offenbach einen Tick aktiver als wir. Wir hätten es dennoch unter dem Strich verdient gehabt einen Punkt, mitzunehmen." Nun soll gegen die Pfälzer erstmals etwas Zählbares herausspringen.
Gleich im ersten Spiel nach dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest endete für den Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern die Erfolgsserie von 28 Partien ohne Niederlage. Dem SGV Heilbronn-Freiberg unterlagen die "Roten Teufel" deutlich 0:5. "Es war ein sehr intensives Spiel. Was mich wirklich geärgert hat, waren die beiden Gegentore direkt vor der Pause", lautete das Urteil von Trainer Alexander Bugera. "Wenn wir mit einem 0:1 in die Halbzeit gegangen wären, hätte es im zweiten Durchgang vielleicht noch ein anderes Spiel werden können. Aber wir werden die Jungs wieder aufbauen. Für viele war es das erste Spiel in der Regionalliga und eine neue Situation. Daraus werden wir lernen und schon in Walldorf hoffentlich wieder ein anderes Spiel zeigen."
Eintracht Frankfurt II - Stuttgarter Kickers
Die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt muss am Samstag (ab 14 Uhr) im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers ohne Torhüter Amil Siljevic auskommen. Der 19-Jährige hatte sich bereits in der Anfangsphase der Partie beim KSV Hessen Kassel (0:3) wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte eingehandelt. "Aufgrund der Spielanlage war das Ergebnis in der Höhe verdient. Für uns ist es allerdings bitter, weil wir die Partie nach dem frühen Platzverweis nicht wirklich bewerten können", betonte Eintracht-Trainer Patrick Glöckner.
Für die Stuttgarter Kickers ging es nicht nur im Eröffnungsspiel gegen den SSV Ulm 1846 Fußball (4:2) torreich zu. Unter der Woche erreichte das Team von Trainer Holger Bachthaler durch ein 6:0 beim Sechstligisten FC Rottenburg das Achtelfinale im Verbandspokal. "Wir sind sehr engagiert und konzentriert in das Spiel gegangen und haben von Anfang an den Eindruck erweckt, dass wir unbedingt in die nächste Runde einziehen wollen. Das haben die Jungs gut gemacht", zeigte sich Bachthaler nach der Partie zufrieden.
1. FSV Mainz 05 II - FSV Frankfurt
Mit der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 und dem FSV Frankfurt treffen am Sonntag (ab 14 Uhr) zwei Teams aufeinander, die zum Auftakt trotz einer Führung den Platz nicht mit der vollen Ausbeute verlassen hatten. Die Mainzer gingen beim FC 08 Homburg (1:2) sogar komplett leer aus. "Auch wenn wir insgesamt viel hinterhergelaufen sind, hatte man eigentlich nie das Gefühl, dass Homburg eine Lösung gefunden hat, gegen uns ein Tor zu erzielen", meinte FSV-Trainer Benjamin Hoffmann. "Bis auf die zahlreichen Eckbälle, die wir alle gut wegverteidigen konnten, haben wir eigentlich nichts zugelassen. Durch zwei individuelle Fehler bekommen wird dann die Elfmeter gegen uns und geraten so auf die Verliererstraße."
Der FSV Frankfurt musste sich vor heimischer Kulisse nach einem Zwei-Tore-Vorsprung noch mit einem 2:2 gegen Aufsteiger VfR Mannheim begnügen. "Das waren zwei unterschiedliche Halbzeiten", befand Frankfurts neuer Trainer Viktor Kleinhenz. "Es ist kein Geheimnis, dass wir mit dem ersten Durchgang nicht zufrieden waren. In der Phase von der Pause bis zum 2:0 hat man dann gesehen, wie wir die Partien in Zukunft angehen wollen und auch können. Es war schade, dass direkt im Gegenzug das 1:2 fiel."
SC Freiburg II - KSV Hessen Kassel
Der KSV Hessen Kassel und sein Chefcoach René Klingbeil nehmen die Partie am Sonntag (ab 14 Uhr) beim SC Freiburg II nach einer Premiere in Angriff. Erstmals in seiner Trainerlaufbahn legte der 45-Jährige im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt II (3:0) einen Auftakterfolg hin. "Wir können das Ergebnis aufgrund der langen Überzahl einordnen", so der Ex-Profi mit Blick auf die frühe Rote Karte für einen Frankfurter. "Dennoch sage ich: Es war eine reife Leistung. Wir haben es gut runtergespielt. Ich bin stolz darauf, dass wir uns einen gewissen Respekt erarbeitet und Automatismen verinnerlicht haben."
Über zumindest einen Zähler konnte sich der Nachwuchs des SC Freiburg im Auswärtsspiel beim Aufsteiger VfR Aalen (1:1) freuen. "Es war ein erster Spieltag, der schon ein paar Nerven gekostet hat", sagte Trainer Bernhard Weis auch im Hinblick auf einen in der Nachspielzeit verschossenen Foulelfmeter der Aalener. Wir nehmen den Punkt mit - wohlwissend, dass es hier nicht ganz einfach ist, Spiele zu gewinnen."
VfR Mannheim - SV Eintracht-Trier
Der SV Eintracht-Trier musste vor der Auswärtspartie am Sonntag (ab 14 Uhr) beim VfR Mannheim mit einer ungewohnten Situation umgehen. Erstmals seit der Saison 2019/2020 konnten die Trierer ihr Auftaktspiel nicht gewinnen. Gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (0:1) ging die Eintracht vor eigenem Publikum sogar komplett leer aus. "Wir haben den Rückenwind des Heimspiels mitgenommen, wurden mit der Zeit aber immer unsauberer und ungeduldiger, weil uns das Tor nicht gelungen ist", analysierte Triers Trainer Thomas Klasen. "Wir müssen uns jetzt schütteln und noch mehr arbeiten."
Seine Premiere in der Regionalliga Südwest schloss der VfR Mannheim mit einem Teilerfolg ab. Nach einem Zwei-Tore-Rückstand erkämpfte sich der Aufsteiger noch ein 2:2 beim FSV Frankfurt. "Wir haben eine sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt, es in dieser Phase aber verpasst, die Tore zu erzielen", so Trainer Marcel Abele. "Beim Doppelschlag des FSV im zweiten Durchgang haben wir gemerkt, dass die Regionalliga noch einmal etwas ganz anderes ist als das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben. Natürlich ist es auch glücklich, wenn wir in der letzten Sekunde den Ausgleich erzielen. Unter dem Strich war das Unentschieden aus meiner Sicht dennoch verdient." Gegen den SV Eintracht-Trier soll jetzt möglichst eine erfolgreiche Heimpremiere folgen.
Text: MSPW
