Regionalliga Südwest: Trainerumfrage vor der Saison 2026/2027

03.08.2026

SV Sandhausen startet als Top-Favorit - Neun Klubs für Spitzenplatz gehandelt

Die Trainer der Regionalliga Südwest sind sich wenige Tage vor dem Start in die neue Saison 2026/2027 weitgehend einig. Der SV Sandhausen, der in der zurückliegenden Saison lediglich auf Platz acht gelandet war, geht als heißester Anwärter auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga ins Rennen. Das ist das Ergebnis der traditionellen Trainerumfrage, bei der alle 17 Konkurrenten den SVS mindestens als einen der Titelaspiranten nannten. Für sechs Experten ist Sandhausen sogar der Top-Favorit.

Die Konkurrenz ist allerdings groß. Insgesamt werden nicht weniger als neun Teams, also die Hälfte der Liga, für einen Spitzenplatz gehandelt. Als stärkster Herausforderer wird der Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 Fußball (13 Stimmen) genannt. Ebenfalls gute Chancen auf einen Spitzenplatz werden dem aktuellen Vizemeister SGV Heilbronn-Freiberg (neun), dem FC 08 Homburg (sechs) und Kickers Offenbach (vier) eingeräumt. Immerhin jeweils zwei Trainer haben Aufsteiger VfR Aalen, den 1. FSV Mainz 05 II, die Stuttgarter Kickers und den TSV Steinbach-Haiger als mögliche Außenseiter auf der Rechnung.

Im offiziellen Eröffnungsspiel stehen sich am Freitag, 7. August, ab 19 Uhr mit den Stuttgarter Kickers und dem SSV Ulm 1846 Fußball demnach gleich zwei Meisterschaftskandidaten im direkten Duell gegenüber. Gleiches gilt für die Auftaktpartie des SV Sandhausen am Samstag, 14 Uhr, gegen den TSV Steinbach Haiger. Für große Spannung dürfte von Beginn an gesorgt sein. Die Regionalliga Südwest-Trainerumfrage vor dem Saisonstart.

Beniamino Molinari (VfR Aalen):  Der SV Sandhausen und der SSV Ulm 1846 Fußball sind jeweils sehr finanzstark und haben mächtig in Beine investiert. Dahinter sehe ich den SGV Heilbronn-Freiberg, der bereits in den beiden zurückliegenden Jahren sehr stabil oben mitgespielt hat. Wir haben ein Jahr hart dafür gekämpft, dass wir den Aufstieg in die Regionalliga schaffen und werden alles dafür tun, um den Klassenverbleib zu schaffen.

Patrick Glöckner (Eintracht Frankfurt II): Wir wollen weiterhin für eine hohe Durchlässigkeit sorgen und die Jungs auf ihrem Weg in den Profibereich bestmöglich unterstützen. Wir starten mit einem sehr jungen Kader in die Saison und streben den Klassenverbleib an. Der SV Sandhausen hat viel Geld in die Hand genommen und sich mit erfahrenen Spielern verstärkt. Auch der FC 08 Homburg, die Stuttgarter Kickers und die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 werden oben mitspielen.

Victor Kleinhenz (FSV Frankfurt): In einer sehr ausgeglichenen Liga räume ich dem SSV Ulm 1846 Fußball, dem SV Sandhausen und Kickers Offenbach die größten Chancen auf den Titelgewinn und den Aufstieg ein. Wir wollen nach dem Abschluss der Vorbereitung von Beginn an in der Lage sein, Spiele zu gewinnen. Eine genaue Zielsetzung werden wir zu einem späteren Zeitpunkt nach außen kommunizieren.

Kushtrim Lushtaku (SGV Heilbronn-Freiberg): Der SV Sandhausen, der FC 08 Homburg, der SSV Ulm 1846 Fußball und Aufsteiger VfR Aalen werden meiner Meinung nach eine gute Rolle spielen. Außerdem muss man die zweiten Mannschaften immer als mögliche Überraschungen auf dem Zettel haben. Wir wollen das Maximum herausholen, wollen uns möglichst von Spiel zu Spiel steigern und oben mitmischen.

Bernhard Weis (SC Freiburg II): Wir wollen schnellstmöglich im Herrenfußball ankommen und nicht unten reinrutschen. Wir streben eine sorgenfreie Saison an. Mein Favorit ist der SV Sandhausen, der mit seinen Verpflichtungen eine klare Ansage gemacht hat. Als weitere Kandidaten habe ich den TSV Steinbach Haiger, die Stuttgarter Kickers und den SSV Ulm 1846 Fußball, auf der Rechnung. Alle genannten Vereine starten mit einer hohen Erwartungshaltung in die neue Saison.

Daniyel Cimen (SG Barockstadt Fulda-Lehnerz): Wir wollen im Optimalfall an unsere gute Rückrunde anknüpfen, möglichst schnell viele Punkte holen und den eingeschlagenen Weg mit dem Ziel fortsetzen, dass wir in der folgenden Saison weiterhin in der vierthöchsten Spielklasse vertreten sind. Top-Favorit auf die Meisterschaft ist der SV Sandhausen, der sich extrem gut verstärkt hat. In einer insgesamt sehr ausgeglichenen Liga traue ich dem SGV Heilbronn-Freiberg, dem SSV Ulm 1846 Fußball und dem FSV Mainz 05 II ebenfalls viel zu.

Roland Seitz (FC 08 Homburg): Der SGV Heilbronn-Freiberg und der SV Sandhausen, die jeweils über einen hohen Etat verfügen und entsprechende Transfers getätigt haben, sind für mich die ersten Anwärter auf den Titel. Wir wollen wieder im vorderen Tabellendrittel mitspielen und möglichst lange den Kontakt zu den Spitzenplätzen halten.

Alexander Bugera (1. FC Kaiserslautern II): Für uns geht es als Aufsteiger ausschließlich um den Klassenverbleib. Wir müssen nach neunjähriger Regionalliga-Abstinenz erst einmal in der Liga ankommen. Als Meisterschaftsfavoriten habe ich Kickers Offenbach, den SV Sandhausen und den SGV Heilbronn-Freiberg auf dem Zettel. Alle drei Vereine verfügen über die notwendigen finanziellen Mittel und können auf starke Kader zurückgreifen.

René Klingbeil (KSV Hessen Kassel): Durch die Abgänge von Lukas Rupp und Yannick Stark haben wir viel Qualität verloren. Wir setzen auf junge Spieler, wollen schnellstmöglich 40 Punkte holen und uns dann möglichst in der oberen Tabellenregion festbeißen. Die besten Chancen auf die Meisterschaft haben für mich der SV Sandhausen und der SSV Ulm 1846 Fußball. Beide Vereine haben bei ihren Transfers ins obere Regal gegriffen, sind finanzstark und haben hohe Ambitionen. Dazu kann in dieser engen Liga immer noch ein Klub oben reinrutschen, den vorher noch niemand auf dem Zettel hat.

Benjamin Hoffmann (1. FSV Mainz 05 II): Großer Favorit ist der SV Sandhausen, der auf dem Transfermarkt mächtig zugeschlagen hat. Der FC 08 Homburg hat sich stabilisiert und wird wieder eine gute Runde spielen. Der VfR Aalen und der SSV Ulm 1846 Fußball sind aktuell noch schwierig einzuschätzen, beide Klubs muss man in dieser ausgeglichenen Liga aber auf dem Zettel haben. Wir sind gut aufgestellt, wollen wieder eine gute Rolle spielen und visieren einen Platz im oberen Tabellendrittel an.

Marcel Abele (VfR Mannheim): Wir sind als Aufsteiger demütig, wollen in der Liga zunächst ankommen und uns möglichst etablieren. Wir sind gegenüber den meisten Mitkonkurrenten keine Profis, streben in einer sehr ausgeglichenen und attraktiven Liga den Klassenverbleib an. Der SSV Ulm 1846 Fußball hat nach seinem Kaderumbruch eine gute Basis geschaffen und verfügt auch infrastrukturell über sehr gute Möglichkeiten. Auch der SV Sandhausen und der SGV Heilbronn-Freiberg werden mit alles versuchen, um ganz oben dabei zu sein.

Mark Zimmermann (Kickers Offenbach): Wir wollen in der neuen Saison ein komplett anderes Gesicht zeigen und die extremen Leistungsschwankungen durch mehr Stabilität und Konstanz ersetzen. Wir sind in der Bringschuld, wollen die Fans für einen Besuch am Bieberer Berg zurückgewinnen. Der Top-Favorit auf den Aufstieg ist der SV Sandhausen, der sich auch entsprechend geäußert hat. Dazu rechne ich mit dem SSV Ulm 1846 Fußball, der als Drittliga-Absteiger vermutlich sofort wieder hoch will.

Kevin Stotz (SV Sandhausen): Der SSV Ulm 1846 Fußball hat auch nach seinem Doppelabstieg noch sehr viele erfahrene Spieler im Kader und ist mein Favorit. Dahinter habe ich auch den SGV Heilbronn-Freiberg, der in den letzten beiden Jahren jeweils gut performt hat, auf dem Zettel. Wir wollen oben mitmischen und eine gute Runde spielen.

Hüsni Tahiri (TSV Steinbach Haiger): Der SGV Heilbronn-Freiberg ist individuell stark besetzt und hat einige Unterschiedsspieler im Kader. Beim SV Sandhausen habe ich den gleichen Eindruck. Auch dem SSV Ulm 1846 Fußball und dem FC 08 Homburg traue ich viel zu. Wir haben viel Qualität verloren, setzen auf junge Spieler und wollen demütig bleiben. Ziel ist es, schnell 40 Punkte zu holen. Alles, was darüber hinaus geht, sind Bonuspunkte.

Holger Bachthaler (Stuttgarter Kickers): Ich arbeite erst wenige Wochen mit dem Team zusammen und tue mich noch schwer, die eigenen Saisonziele nach dem personellen Umbruch zu formulieren. Der Verein will jedenfalls besser abschneiden, als es in der Vorsaison der Fall war. Der SV Sandhausen ist mein Favorit auf die Meisterschaft. Mein früherer Verein SSV Ulm 1846 Fußball verfolgt als ehemaliger Zweit- und Drittligist ebenfalls hohe Ziele. In einer insgesamt sehr ausgeglichenen Liga schätze ich auch den FC 08 Homburg, den TSV Steinbach Haiger und Kickers Offenbach stark ein.

Thomas Klasen (SV Eintracht-Trier): Der SV Sandhausen und der SSV Ulm 1846 Fußball sind finanzstark und setzen die Statements. Dahinter traue ich dem SGV Heilbronn-Freiberg erneut eine starke Rolle zu. Wir sind nicht arrogant oder naiv. Für uns geht es ausschließlich um den Klassenverbleib. Wir müssen vier bis fünf Mannschaften hinter uns lassen.

Daniel Jungwirth (SSV Ulm 1846 Fußball): Ein guter Start in die neue Spielzeit wäre für unsere Ziele förderlich. Wir haben einen großen personellen Umbruch vollzogen, wollen dennoch oben mitspielen. Der SV Sandhausen, der sich extrem gut verstärkt hat, und die Offenbacher Kickers, die nicht noch einmal eine so durchwachsene Saison spielen werden, räume ich im Kampf um die Meisterschaft die größten Chancen ein.

Andreas Schön (FC-Astoria Walldorf): Wir gehören zu den Teams, die unter semiprofessionellen Bedingungen arbeiten. Deshalb zählt für uns nur der Klassenverbleib. Anders sieht es beim SV Sandhausen aus, der extrem viel Qualität im Kader hat und unter diesen Voraussetzungen um den Aufstieg mitspielen muss. Auch dem SGV Heilbronn-Freiberg, dem FC 08 Homburg und dem FSV Frankfurt traue ich eine gute Runde zu.

Autor: MSPW

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